Schlagzeugunterricht

Bei meiner Unterrichtstätigkeit als Schlagzeuger geht es mir darum, meinen Schülern und Schülerinnen „Werkzeuge“ an die Hand zu geben, ihre eigene Kreativität zu entfalten. Selbstverständlich stehen am Anfang die Grundlagen im Vordergrund, also Stockhaltung, Notenlesen, Timing.

Ich bin stets bemüht, auf die jeweilige Persönlichkeit, mit der ich es zu tun habe, einzugehen. So ergibt es für mich keinen Sinn, jemandem, der z.B. auf Rockmusik steht, zum Jazz-Schlagzeuger auszubilden, zumal er hier keinerlei Interessen und Ambitionen zeigt. Da ich viele Kinder unterrichte, ist es mir ein Anliegen, ihnen Spaß, aber auch Disziplin zu vermitteln – was im Übrigen keinen Widerspruch darstellen muss.

Meiner Überzeugung nach schlummert in jedem ein Potential an Ideen, die es zu manifestieren gilt. Etwas ganz Eigenes zu kreieren gehört zweifelsfrei zum Schönsten, was das Spielen eines Instruments zu bieten hat. Und derlei ist sogar schon ganz früh möglich, wenn man nur akzeptiert, dass die technischen und musikalischen Ausdrucksmittel zwar begrenzt sind aber der Ausgestaltung von Ideen nicht  zwangsläufig im Wege stehen müssen. Eine möglichst ehrliche und genaue Selbsteinschätzung ist der Schlüssel, um sich musikalisch zu verwirklichen.

Investiert der Schüler oder die Schülerin in Technik und tägliches Üben der anstehenden Aufgaben wie Stocktechnik, Timing, Grooves, Unabhängigkeit u.v.m. erweitern sich natürlich die jeweiligen Ausdrucksmöglichkeiten.